Sind E-Zigaretten sicher?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten und man muss sie immer im Kontext betrachten. Vergleicht man das Risiko zu dampfen mit dem Leben ohne Tabakkonsum, so lässt sich klar festhalten, dass E-Zigaretten mit Sicherheit ein gesundheitliches Risiko darstellen. Das liegt schon allein an, dass sie, genau wie herkömmliche Zigaretten zum Rauchen Nikotin enthalten. Nikotin ist an sich ein starkes Nervengift und beide Zigarettenarten beinhalten eine Menge davon in sich. Wie stark dieses Gift tatsächlich ist, lässt sich daran ablesen, dass schon der Nikotingehalt eine halben Zigarette ausreicht, um ein Baby oder auch Kleinkind zu töten. Daher sollte es ein Ziel von uns sein, die Menge an Nikotin für uns selbst so gering wie möglich zu halten. Dafür bietet sich die E-Zigarette natürlich an, da es sogar Liquids zum Verdampfen gibt, die gar kein Nikotin enthalten. Auch die Zwischenstufen sind bei den meisten Anbietern vielfältig. Dadurch können Sie Ihren persönlichen Nikotinkonsum auch bequem und langsam schrittweise verringern.

Leider muss man sagen, dass es bisher nur wenige unabhängige Studien zu den Gesundheitsaspekten von E-Zigaretten gab und diese dann oft nur eine kurzen Zeitraum beobachteten oder nur eine relativ geringe Teilnehmerzahl hatten. Auch epidemiologische Daten stehen bisher noch nicht zur Verfügung, da die zuständigen statistischen Institutionen Fragen und Eintragungen zu E-Zigaretten erst später in das auszuwertende Datenmaterial einbezogen haben. Ein weiteres Problem ist, dass E-Zigaretten noch nicht ausreichend lang und von ausreichend Menschen verwendet wurden, um belastbare Daten zu erhalten.

So bleiben noch die allgemeinen Untersuchungen zur Zusammensetzung des Rauches / Dampfes. Bei der Verbrennung des Tabaks in herkömmlichen Zigaretten hat man bis heute über 10.000 verschiedene, chemische Verbindungen nachweisen können. Viele sind alte, bekannte, krebserregende Stoffe, aber auch Giftstoffe wie Kohlenmonoxid (CO), Kohlendioxid (CO2), Blausäure, Methanol, Benzol, Formaldehyd, N-Nitrosoamine (die am stärksten krebserregenden Substanzen, die man kennt) und viele andere. Eine Studie der FDA (der Lebensmittel- und Gesundheitssicherheit) konnte zeigen, dass viele der besonders gefährlichen Stoffe der brennenden Zigarette nicht im Dampf der E-Zigarette wiedergefunden werden kann. So konnten in der erwähnte Studie von den oben genannten Stoffen nur Nikotin und eine geringere Menge an N-Nitrosaminen (um den Faktor 1700 bis 13500 weniger) nachgewiesen werden. Damit stellt sich die E-Zigarette als deutlichst gesundheitsschonender als ein herkömmlicher Glimmstengel dar.

Die Sicherheit des Konsums von E-Zigaretten ist jedoch nicht nur vom gewählten Gerät sondern auch von Überlegungen der Sicherheit der Lösungen zum Verdampfen, den Liquids, anhängig. Die gute Nachricht dabei ist, dass bisher in den entsprechenden Liquids genau die Menge an Nikotin enthalten war, die die Hersteller angeben. Anders sieht es jedoch aus, wenn man nach Abbauprodukten von Nikotin sucht, denn diese können mal locker 2% erreichen. Auch diese sind, ähnlich zu den Nebenprodukten, oft als besonders gefährlich einzustufen. Auch die Geschmacksstoffe, die den Liquids zugesetzt werden sind häufig nicht so rein, wie einem das Etikett glauben machen mag. Stellen Sie daher sicher, dass Sie für sich selbst nur Qualitäts-Liquids, optimal aus EU- oder USA-Produktion, kaufen , da man leider betonen muss, das vor allem die asiatischen Billigprodukten bei den Tests oft durchfallen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass E-Zigaretten sicher sind, so lange Sie sich für sichere, Qualitäts-Liquids entscheiden.